Was bringe ich mit?

Mein Vater – er war mit Leib und Seele Maurer – hat mir leider kein besonderes handwerkliches Geschick mit auf den Weg gegeben. Insofern war früh klar, dass ich mir für den Broterwerb etwas anderes überlegen muss.

Vor fast 40 Jahren (!) führte mich mein Schulpraktikum für einige Wochen in die Samtgemeindeverwaltung nach Baddeckenstedt. Das muss irgendwie richtungsweisend gewesen sein, denn nach dem Abitur in Hildesheim und der Bundeswehrzeit (ja, damals gab es noch eine Wehrpflicht) in Braunschweig bin ich 1991 zum Landkreis Goslar gegangen.

Dem Landkreis Goslar bin ich dann auch nach meinem Abschluss als Diplom-Verwaltungswirt (FH) treu geblieben. Nach einer kurzen Zeit im Sozialamt habe ich mich zunächst um Altlasten und Brachflächen gekümmrt. In der Zeit habe ich viel über Baurecht, Umweltschutz und Projektarbeit gelernt.

Im Jahr 2004 bin ich Wirtschaftsförderer des Landkreises Goslar geworden und habe auch die dortige Wirtschaftsförderungsgesellschaft gegründet, in der ich anschließend weitergearbeitet habe. Die wichtigsten Voraussetzungen für eine gute Wirtschaftsförderung sind Engagement und Verlässlichkeit! Also im besten Sinne ein „Kümmerer“ mit einem breiten Verständnis für Service und Schnelligkeit. Alles Attribute, die einem beim Gedanken an Ämter leider nicht als erstes einfallen…!

2015 habe ich mich einer neuen Herausforderung gestellt und bin zum Land Niedersachsen – konkret zum Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Leine-Weser in Hildesheim – gewechselt. Dort arbeite ich noch heute und berate insbesondere Kommunen über Fördermöglichkeiten und unterstütze die Umsetzung öffentlicher Vorhaben. Einen weiteren Schwerpunkt meiner Arbeit bilden Projekte, die sich mit dem Fachkräftebedarf von Unternehmen beschäftigen.

Im ArL bin ich inzwischen auch Vorsitzender des Personalrats, so dass mir der interne Blick keineswegs fremd ist. Ich habe es dabei auch immer als Aufgabe betrachtet, in dieser Funktion einen Beitrag zur Arbeitgeberattraktivität zu leisten.

Auch wenn ich alles andere als ein Handwerker bin, bringe ich einen gefüllten Werkzeugkasten aus beruflichen und persönlichen Erfahrungen mit, den ich gerne dort einsetzen möchte, wo ich mich ohnehin schon seit Jahren engagiere: In der Samtgemeinde Baddeckenstedt!